Fränkischer Tag Expertentip - VOIP
VoIP – Telefonieren übers Internet – wie funktioniert das, was braucht man dazu?
Funktionsprinzip
Das Telefonieren mit der IP-Telefonie kann sich für den Teilnehmer genauso darstellen wie in der klassischen Telefone. Wie bei der herkömmlichen Telefonie teilt sich das Telefongespräch hierbei in drei grundsätzliche Vorgänge auf (Verbindungsaufbau, die Gesprächsübertragung und der Verbindungsabbau). Im Unterschied zur klassischen Telefonie werden bei VoIP aber keine „Leitungen“ durchgeschaltet, sondern die Sprache wird im Internet als Daten transportiert.
Individueller Account bei einem SIP-Serviceprovider
Für Nutzer, die über das Internet mit anderen Internet-Nutzern telefonieren wollen, bieten viele Dienstanbieter SIP-Adressen bzw. SIP-Nummern an. SIP-Adressen sind, anders als Telefonnummern oder MSN, nicht an einen Anschluss gebunden, sondern wie E-Mail-Accounts von überall auf der Welt nutzbar, wo es einen Internet-Anschluss gibt.
Herkömmliche Ortsrufnummern
VoIP-Anbieter können über eigene Gateways (Netzverbinder – VoIP und Festnetz) freie Telefonnummern aus dem Nummernvorrat der deutschen Ortsnetze erhalten und an ihre Kunden vergeben
Wenn der VoIP-Anbieter beim Verbindungsaufbau das SIP-Protokoll einsetzt, besitzt der Kunde neben der Ortsrufnummer gleichzeitig eine SIP-Nummer. Viele Anbieter teilen ihren Kunden jedoch lediglich die vergebene Festnetz-Rufnummer mit.
Endgerätetypen
Es gibt drei grundsätzliche Arten von Endgeräten, mit denen man die IP-Telefonie nutzen kann.
Mit einer auf dem PC laufenden Software, einem so genannten Softphone. Hierzu wir zudem noch ein PC und ein Headset (Kopfhörer mit Mikrofone) benötigt.
Mit einem direkt an das LAN anschließbaren (S)IP-Telefon bzw. einem WLAN-Telefon für Funknetzwerke. In diesem Fall wird kein PC zum Telefonieren benötigt (außer evtl. für Konfigurationsarbeiten oder zur Erleichterung bestimmter Vorgänge wie dem Erfassen von Kurzwahlen, der Eingabe von alphanumerischen Daten o. Ä.).
Mit einem herkömmlichen Telefon, das über einen Analog- bzw. ISDN-Telefon-Adapter für VoIP an das LAN angeschlossen wird.
Betriebssicherheit
In klassischen (leitungsvermittelnden) Telefonnetzen wurden Anschlüsse mit einer Amts-Fernspeisung betrieben, die den Anschluss unabhängig von der lokalen Stromversorgung mit Energie versorgt. Während diese Fernspeisung für Endgeräte an analogen Teilnehmeranschlüssen noch für einen Vollbetrieb, bei ISDN für ein einzelnes Endgerät im Notbetrieb ausreichend ist, ist sie für eine Energieversorgung von Geräten zum Betrieb von VoIP aber ungenügend. Soll eine VoIP-Funktionalität auch bei einem lokalen Energieausfall an diesen Anschlüssen weiterhin ermöglicht werden, so müssen sämtliche Bauteile, DSL-Modems, Router, VoIP-Endgeräte, durch eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung abgesichert werden.
©Marco Ehrhardt, PC-Spezialist
Fränkischer Tag, Rubrik Expertentip
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